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Ordination Dr. Haiden - Arzt für Allgemeinmedizin | Facharzt für Innere Medizin | Zusatzfacharzt für Angiologie (Gefäßmedizin)
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  • Harnuntersuchung

    Eine Laboranalyse des Harns gibt Aufschluss über verschiedene Erkrankungen, beispielsweise der Niere oder der Blase.

    Bei der Harnuntersuchung bestimmt bzw. beurteilt der Arzt folgende Parameter:

    • pH-Wert (= Säuregehalt) des Harns;
    • Eiweißgehalt (Proteingehalt);
    • Zuckergehalt (Harnglukose);
    • Nitritgehalt;
    • Auftreten von Ketonen (bestimmten Säureverbindungen);
    • Auftreten von roten Blutkörperchen (Erythrozyten), rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Harn - normalerweise kommen diese Substanzen nicht im Urin vor;
    • Auftreten von Bakterien;
    • Urinfarbe und -beschaffenheit: Der Urin kann je nach Erkrankung hell, dunkel, rot, weiß, schwarz oder schaumig sein. Die Farbe lässt sich mit bloßem Auge beurteilen.

    Mithilfe des Harnstreifen-Tests lässt sich der Großteil der Paramter auf einfache Weise bestimmen. Wird der Streifen in eine Urinprobe gehalten und etwa eine Minute getrocknet, kommt es bei der Erhöhung einer oder mehrerer der genannten Substanzen zum Farbumschlag. Der Test beruht auf einer chemischen Reaktion.

    Bakterien sind mit einer Bakterienkultur nachweisbar. Dabei wird ein Teil der Urinprobe auf einem Nährböden ausgestrichen, über Nacht in einem Brutschrank bebrütet und am nächsten Tag ausgewertet. Mit diesem Test ist eine Keimzahlbestimmung möglich.

    Vorhandene Keime können auch angezüchtet und auf Antibiotika-Empfindlichkeit gestest werden. Ist ein Keim gegenüber einem bestimmten Antibiotikum unempfindlich (resistent), kann man dieses Mittel nicht mehr zur Therapie einsetzen. Man muss auf ein anderes Antibiotikum ausweichen.

    Auch das Harnsediment lässt Rückschlüsse auf bestimmte Erkrankungen zu. Es enthält die festen Harnbestandteile, die nach dem Zentrifugieren des Urins und Abschütten des Überstandes übrig bleiben. Das Harnsediment zeigt unter dem Mikroskop, ob beispielsweise rote bzw. weiße Blutkörperchen oder Bakterien enthalten sind.

    In folgenden Fällen ist eine Harnuntersuchung angebracht:

    • Nachweis von Blut im Harn: Blut im Urin kann bei einer Entzündung der Nieren und / oder Harnwege, bei Nieren- oder Harnleitersteinen, Verletzungen der Nieren oder einer Tumorerkrankung im Bereich der Nieren bzw. der ableitenden Harnwege auftreten. Allerdings kann der Test auf Blut oder roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Harn falsche Rückschlüsse zulassen. Das ist z.B. dann der Fall, wenn eine Frau während ihrer Regelblutung den Urin untersuchen lässt.
    • Nachweis von Eiweiß (Proteinen) im Harn: Zu viel Eiweiß im Harn kann Hinweis auf Diabetes (Zuckerkrankheit), entzündliche Nierenerkrankungen, Nierenschädigung aufgrund bestimmter Medikamente, bestimmte Tumorerkrankungen oder schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck sein.
    • Nachweis von Bakterien im Harn: Bei Verdacht auf Nieren- oder Harnweginfektionen, aber auch bei Tumorerkrankungen z.B. von Blase oder Prostata, können eventuell Bakterien im Urin nachgewiesen werden.
    • Nachweis von Ketonen oder Zucker im Urin: Erhöhte Werte sind oft ein erstes Anzeichen für eine Zuckerkrankheit (Diabetes).

    Was ist im Vorfeld zu beachten?
    Der Patient sollte für die Harnprobe verschließbare, saubere Urinbecher verwenden. Diese sind beim Arzt oder Apotheker erhältlich. Solcher Urinbecher minimieren das Risiko einer Verunreinigung und letztlich einer fehlerhaften Analyse.

    Aus demselben Grund sollte der Patient vor der Urinprobe die äußeren Geschlechtsorgane sorgfältig waschen.

    Wie läuft die Harnuntersuchung ab?
    Sauberkeit der äußeren Geschlechtsorgane und des Uringefäßes sind die ersten Voraussetzungen für korrekten Ergebnisse der Urinprobe.

    Die Frau sollte beim Harnlassen die Schamlippen spreizen, der Mann die Vorhaut zurückziehen. Dies soll eine Verunreinigung der Harnprobe durch Scheiden- oder Hautbakterien verhindern.

    Für eine Urinprobe sollte stets der Mittelstrahlurin verwendet werden: Dabei wird zuerst etwas Urin in die Toilette abgelassen und erst dann der Urinbecher etwa zur Hälfte gefüllt. Der restliche Harn wird wieder in die Toilette gelassen.

    Ordinationszeiten: MO 08.00 - 12.00 und 17.00 - 19.00 | DI + MI 08.00 - 12.00 | FR 08.00 - 14.00
    Blutabnahmen: täglich außer DO 07.30 - 08.00 Bitte um telefonische Voranmeldung